Kaum waren wir in Alice Springs gelandet hatten wir kurze Zeit spaeter schon einen Bushcamper gemietet. Ein echt cooles Teil. Wenn Outback, dann richtig. Nach einem Stopp in Supermarkt sind wir gleich Richtung "Western Mac Donnell Ranges" aufgebrochen. Doch zuerst musste sich Benni im Stadtverkehr zurechtfinden. Linke Seite fahren, links schalten, Blinker auf falscher Seite, keine Ahnung aus welcher Richtung jetzt die Autos kommen...und das alles zusammen. Aber zum Glueck ist hier nicht soviel los und ist man erstmal aus der Stadt draussen ist man so gut wie alleine auf der Strasse. Unser erster Stop (Simpsons Gap) hat uns dann schon mal auf die krassen Farbspiele und Felsformationen dieser Gegend eingestimmt. Die erste Nacht haben wir dann gleich mitten in der Pampa komplett allein im Nirgendwo des Outbacks verbracht. OK es war kurz neben der Strasse, aber drum rum war weit und breit kein Mensch. War total genial. Ansonsten kann man sich hier aussuchen ob man ohne "Service" campt, etwas bezahlt und dafuer mit Toillette und Grill oder ganz nobel (im Ayer"s Rock Resort) mit Pool.
Am naechsten Tag haben wir uns dann noch ein paar weitere Punkte angeschaut bevor wir auf dem Mereenie Loop den Allrad ausprobieren durften. Diese ca. 93km rote Staubpiste war der absolute Hammer wir haben in 2 Stunden vielleicht 3-4 Autos gesehen. Hier haben wir uns dann auch richtig im Outback gefuehlt. Rote Strasse in der Abendsonne, daneben die gruenen Baume Papagaien die ueber einen fliegen und das gelbe Gras inkl. Termitenhuegel, dazu die "Diesel and Dust" von Midnight Oil. Wer's kennt der weiss wie diese Musik dazu passt. Ein super Erlebnis! Nach insg. 450km sind wir dann im Kings Canyon angekommen. Eine tiefe Schlucht mit senkrechten Waenden und erodierten Sandsteinhuegeln soweit das Auge reicht. Der Kings Canoyn wird von den meisten nicht angeschaut, lohnt sich aber auf jeden Fall. Nach ca. 800km haben wir dann das Hauptziel aller Touristen erreicht: Den Uluru und Kata Tjuta National Park. Es ist wirklich so wie man ueberall liest. Man hat ihn schon oft auf Bildern gesehen, aber life ist der Uluru, besonders bei Sonnenuntergang (2 x angeschaut) gigantisch. Sind dann auch drum rum gelaufen. Zum Glueck hatten wir uns zuvor noch mit Fliegennetzen fuer den Kopf eingedeckt. Es gibt hier ueberall unzaehlige Fliegen die einem am liebsten in Augen, Nase, Ohren und Mund fliegen wollen. Sie stechen zwar nicht, sind aber super nervig. Gott sei dank verschwinden sie mit Sonnenuntergang, so dass man wenigstens in Ruhe kochen und essen kann. Die Kata Tjutas gehen im allgemeinen Trubel um den Uluru leider ein bisschen unter, was aber eigentlich total verkehrt ist. Uns haben sie mindestens genauso gut gefallen, wenn nicht sogar besser. Man kann auf jeden Fall die besseren Wanderungen dort machen und hat deutlich weniger Japaner! Wir sind jetzt auch stolze Besitzer eines orginal Aboriginal Paintings, dass hoffentlich schon bald zu Hause ist. Auf dem Rueckweg gab es noch einen Halt im Rainbow National Park mit genialem Sternenhimmel und fast alleine. Da es hier leider ueber den Grossteil der Strecke keinen Radioempfang gibt haben wir uns noch die neue AC/DC gekauft. Echt australische Musik halt :-). Nach 1400 km (was hier fast nix ist) sind wir jetzt wieder zurueck in Alice Springs. Es war eine total schoene Woche mit Eindruecken, die wir wohl nie vergessen werden.
Schade ist, dass die Aborigines hier entweder in Sydney als Touri-Attraktion Didgeridoo spielen oder hier auf der Strasse betteln und rumlungern. Viele sind auch Alkoholiker. Aber was haben sie denn sonst fuer Moeglichkeiten wenn sie nicht mehr so leben koennen wie frueher und in der jetzigen Gesellschaft keine Perspektive und Platz haben. Man hat das Gefuehl der australische Tourismus lebt von ihrer Kultur, aber sonst sind sie unerwuenscht. Traurig wenn man sieht wie so eine schoene Kultur zugrunde geht.
Unser Bushcamper
Wenn's hilft...

Gar komische Baeume wachsen hier

Mereenie-Loop

Kings Canyon

Uluru
Farbspiel am Uluru

Hunderte Nervtoeter

Kata Tjutas
