27. März 2009

So langsam aber sicher...

...neigt sich Australien dem Ende zu. Und wir haben den giftigsten Kontinent ueberlebt ohne auf Spinnen und Schlangen zu treten, von Quallen verbrannt oder von Haien und Krokodilen gefressen zu werden. Nur die Parkplatzpfeiler die einem vors Auto springen sind nicht zu unteschaetzen (aber wenn das das Einzigste war).
Das Warten in Port Douglas hat sich auch gelohnt. Hatten einen wunderbaren Schnorcheltag am Great Barrier Riff mit drei verschiedenen Stopps. Der obligatorische Riffhai hat wie immer nicht gefehlt aber diesmal waren es die Korallen die uns zum Staunen gebracht haben. So bunt und vielfaeltig, einfach unglaublich schoen. Dazwischen die bunten Fische und Riesenmuscheln. Hatten pro Stopp ca. ne Stunde Zeit die einem wie 10min vorkamen. Nachts schwimmen die Fische beim Traeumen immer noch um einen rum. Den letzten Camingtag verbrachten wir an einem schoenen Platz direkt unter Palmen am Meer. Ein schoener Abschluss.
Nun sind wir in Cairns bis morgen um 6.00 unser Flug nach Sydney und abends weiter nach Bangkok geht. Gestern sind wir nochmal raus aufs Riff. Von den Korallen her nicht ganz so wie beim ertsen Mal aber dafuer haben wir nun endlich unsere Meeresschildkroete gesehen. Ploetzlich schwamm sie neben und unter uns und hat sich nicht stoeren lassen. Genial.
Ansonsten sind wir froh dass wir die fuenf Wochen Ostkueste mit dem eigenen Mobil unterwegs waren. Mit dem Bus von Backpackerstadt zu Backpackerstadt (nur Party und surfen)...ich glaub wir haetten schreiend das Weite gesucht. Aber mit dem Outback am Anfang und den vielen Nationalparks hatten wir ne schoene Zeit hier. Auch die leckeren frisch gepressten Fruchtsaefte, Macadamiaeis und leckere Steaks (vorzugsweise Kaenguru) werden wir vermissen.
Doch nun freuen wir uns erstmal riesig auf Suedostasien was leider unser letzter Stopp ist, was wohl andere mehr freut als uns.

P.s.: Falls sich jemand beschwert er kann die Winterpullis nicht mehr sehen. Habt ihr schonmal vier Monate verbracht mit drei Hosen und fuenf T-Shirts????
Elli's Beach: Campen wie im Werbeprospekt


Endlich: Ein Stueck vom Great Barrier Reef


Und so sieht es ungefaehr unter Wasser aus. Das Bild ist aber aus dem Aquarium in Townsville.
Ja, so sehen hier die ueblichen (ungefaehrlichen) Spinnen aus.

"Meine Hoor wern allweil laenger, allweil kuerzer mei Verstand" (Liedzitat von Hans Soellner). Hoffen wir mal dass das nicht ganz so zutrifft!!!

21. März 2009

Northern Tropics

Nach den Tagen auf Schiff hat es uns wieder mal aufs "Land" gezogen und so sind wir zwei Tage lang durch die Atherton Tablelands gefahren. Die Landschaft ist unglaublich schoen. Regenwald mit Wasserfaellen und Seen sowie riesige Obst- und Gemueseplantagen. Haben uns ein Netz Avocados (5Stk.) fuer 0.50 Cent gekauft. Limetten so gross wie Zitronen bekommt man fuer 0.05 Cent nachgeworfen. Die meisten anderen Reisenden halten sich hauptsaechlich an der Kueste auf und so war nichts los. Am Abend hatten wir einen Campingplatz direkt an einem Fluss mit riesigen Granitbloecken auf denen sich Felswallabies (eine Kaenguruart) gesonnt haben. Ein Teil ist so zutraulich dass sie sich fuettern und streicheln lassen. Haette am liebsten welche mitgenommen.
Cairns haben wir erstmal umfahren und sind bis ganz hoch ans Cape Tribulation. Soweit man eben fahren darf ohne Allrad. Hier trifft Regenwald auf Meer und man meint man faehrt durch den Jurassic Park. Einer der aeltesten Regenwaelder der Erde. Die Straende sind so wie man sie sich wuenscht, aber die Stinger (Quallen) sowie die Salzwasserkrokodile machen sie zu dieser Saison unbebadbar. Haben noch eine Krokodiltour auf nem Fluss gemacht und erfahren dass die anderen Touranbieter vor zwei Wochen ein Kind verloren haben. Ist in den Fluss gesprungen um den Hund zu retten und ein Krokodil hatte Hunger. Gruselig.
Nun sind wir in Port Douglas um den 3. Veruch mit dem Barrier Reef zu starten. Fast haetten wir wieder Pech da der Wind sehr stark ist. Aber Montag soll es besser werden und wir gehen auf jedenfall!! Waere doch gelacht. Zur Not fuetter ich die Fische...kann ich ja gut.

Wuergefeige hat Baum im Griff

Tierliebhaber bei Lieblingsbeschaeftigung

Barron Falls
Cape Tribulation. Rainforest meets ocean

We were sailing

In Airlie Beach haben wir uns fuer ein Segelboot entschieden das ans Riff rausfaehrt und viel schnorcheln geht. Wichtig war uns auch die Anzahl von nur 14 Leuten und dass es kein Party-Sauf-Schiff ist. Benni meinte noch ob ein Katamaran nicht besser und stabiler waere und ich meinte nur ''Ach was, so segeln macht bestimmt Spass und so schlimm wird es nicht werde!" Ratet mal wer 2 Std. nach ablegen an der Reeling hing und die Fische gefuettert hat??? Genau! Der Skipper meinte nur: "More wind, more waves...easy!"Aber dank Reiseuebelkeitstabletten ging es mir dann die naechsten Tage besser. Insgesamt waren wir drei Tage und zwei Naechte an Bord der Kiana. Hatten uns riesig auf das Schnorcheln und Probetauchen am Great Barrier gefreut, aber der olle Cyclon (der uns schon zuvor verfolgte) hat einfach rumgedreht und so konnte das Schiff nicht raus bis ans Riff. Der erste Tag sind wir zum Whiteheaven Beach der natuerlich auch nur schoen ist bei gutem Wetter. Da wollte man nicht mal mit dem Stinger Suit (Ganzkoerperanzug als Schutz gegen giftige Quallen) ins Wasser. Bekamen dafuer ne witzige Fotosession am Strand. Den Rest vom Tag sassen wir bei Niesel auf Deck. Am naechsten Morgen durften wir schnorcheln. Aber die Sicht (ca. 2.5m) war durch das aufgewuehlte Wasser so schlecht, dass wir bald aufgaben. Der Probetauchgang wurde ebenfalls abgesagt. Die Crew hat dann ein Ersatzprogramm gestartet und am Nachmittag war sogar etwas segeln mit Sonnenschein drin. Sie gaben sich Muehe und die anderen Passagiere waren supernett. Am dritten Tag war die Sicht beim Schnorcheln etwas besser und endlich konnten wir tauchen. Sind 20 min. auf drei Meter rumgeduempelt da Sicht immer noch nicht gut. Hatten Muehe den Tauchguide nicht aus den Augen zu verlieren, aber es hat Spass gemacht. Bei starkem Wind heimwaerts gesegelt. Macht ganz schoen Speed wenn alle Segel auf sind und auf Deck hatten wir ca. 45Grad Schraeglage. Eignet sich super als Rutschbahn. Musste ich unbedingt ausprobieren. Die Crew bekam nen Schreck und ich eine Prellung am Ruecken aber bin wenigstens nicht ueber Bord. Auch wenn es nicht so war wie gedacht sind die drei Tage schoen und erholsam gewesen inkl. blaue Flecken und zwei Tage schwanken (an Land) danach.

Unser Schiff "Kiana"

Whiteheaven Beach. Bei gutem Wetter natuerlich spektakulaerer

Internationale Passagiere



Diveguide: Great! I can see the exitement in your eyes...or is it fear?

Alles O.K. bei Benni
Auch angesichts der 1.80m grossen Maori-Wrasse namens Pricilla

Crew beim relaxen

11. März 2009

Sunshinecoast mit fehlendem Sunshine

Nach Brisbane sind wir fuer einen Tag auf die Northstradbroke-Island. Auf der Insel angekommen hat es aber gleich mal geregnet. So hatten wir uns das eigentlich nicht vorgestellt. Also erst mal bei einem Kaffe abgewartet. Das Wetter hat sich dann gemausert, und so konnten wir dann doch noch einen sehr schoenen Coastwalk entlang der Steilkueste machen. Der Reisefuehrer hat uns nicht zuviel versprochen. Wir haben gleich mal einige Delfine, einen Mantarochen und eine Riesenschildkroete gesehen. Die Insel hat ausserdem noch ein paar geniale Straende aufzuweisen. Das war dann auch unser Nachmittagsprogramm. Wieder von der Insel runter hat der Tag dann leider etwas beschissen aufgehoert. Auf einem Parkplatz ist mir (Benni) bloederweise beim Ausparken ein grosser Holzpfosten in den Weg gesprungen, was dem Auto ziemlich uebel zugesetzt hat. Dieser Fau(x)zpas [:-)] wird unserer Reisekasse ein ganz schoenes Loch zufuegen, aber shit happens und wir sind immerhin heile! Also ging es weiter in den Australien-Zoo, vom bekannten Steve Irvine (R.I.P). Der Zoo hat sehr grosszuegige Gehege, viele Tiere z.B. Koalas, kann man anfassen, von den verschiedensten Krokodilen sollte man aber lieber die Finger lassen. Noosa hat uns nicht so vom Hocker gerissen, aber dort haben wir zwei nette Schweizer kennengelernt die gerade den gleichen Reiserythmus wie wir haben. Sie waren auch zufaellig auf der gleichen 2-Tagestour auf Fraser Island. Dort haben wir in einer gefuehrten Tour die Hauptattraktionen abgeklappert. Der Lake McKenzie (ein riesen Suesswassersee mit weissem Sandstrand) ist wirklich so schoen wie man es immer auf den Photos sieht und die Fahrt ueber die Sandpisten machen auch Spass. Man kann nicht selber fahren, ist aber auch besser so wenn man die Selbstfahrer sieht die sich ausbuddeln muessen. Leider war das Wetter nicht ganz optimal.An dem Tag an dem wir die Insel verlassen haben wurde dann auch ganz Fraser evakuiert da ein Cyclon in Anmarsch war. Aufgrund dessen mussten wir auf das geplante Schildkroetenbeobachten und auch das Schnorcheln am Great Barrier verzichten da alle Touren gecancelt wurden. Allgemein war an der Kueste eine komische Stimmung, da keiner wusste wie stark sich der Cyclon auf das Festland auswirkt. Wir sind dann mutigerweise dem Sturm entgegen gefahren und haben ihn so passiert ohne grosse Beeintraechtigungen. Nun warten wir in Arliebeach auf unsere Segeltour auf die Whitsundays, wo wir, hoffentlich bei schoenem Wetter, auch eine weitere Chance auf Schnorchlen oder Tauchen am Great Barrier Reef haben werden.

North Stradbroke Island


Suesses, kleines "Saltie" (Salzwasserkrokodil) im Australien Zoo


Noch ein Kuscheltier


Unser Tourwagen auf Fraser Island


So sehen da sie "Hauptstrassen" aus

Lake McKenzie

Die Dingos sind neugierig

2. März 2009

No worries, mate!!

Sind jetzt schon fast zwei Wochen mit unserem mobilen Zuhause unterwegs. Zuerst wollten wir ja nur ein kleines Gefaehrt, dachten aber, in einem Hightop wohnt es sich 5 Wochen lang besser da wir ja nicht immer auf Campingplaetze wollen. Bekamen dann noch ein kostenloses upgrade von der Firma und wohnen jetzt in so ner Art Wohnmobil (Bus kann man das nicht mehr nennen). Haben nicht schlecht gestaunt als wir das Teil sahen, aber nach dem ersten "Schock" (wie gesagt, wir wollten was kleines) haben wir uns an die Kiste gewoehnt und sind nun froh viel Platz drin zu haben. Muessen nix umbauen zum schlafen oder essen, koennen gut kochen und abspuelen und haetten sogar Tollette drin die wir nicht nutzen. Die Automatikschaltung ist zum k... und ein paar Macken hat das WoMo auch (von unserer Ameisenfarm wollen wir erst garnicht reden) aber einem geschenktem Gaul schaut man nicht ins Maul!!!
Nach den Blue Mountains wo wir zwei Tage wandern waren und dem Hunter Valley (Wein probieren und kaufen) sind wir nun an der Kueste gelandet. Unsere Hauptbeschaeftigung hier ist Straende, Straende und nochmal Straende testen auf Sand uns Wasserqualitaet :-) Ist alles tadellos. Der Sand ist so fein wie Puderzucker und das Wasser trotz Wellen glasklar. Zudem endlos lange, also perfekt fuer lange Strandspaziergaenge. Doch weiter bis zum Bauch trauen wir uns nicht ins Meer wegen den Haien.
Wenn uns das Strandleben zu langweilig wird machen wir Abstecher in das Hinterland und gehen dort in Nationalparks wandern. Man faehrt ca. 40km von der Kueste weg und hat Tropenwald mit gigantischen Wasserfaellen und vielen Tieren. Bisher haben wir nur Papageien und diverse Echsen und Spinnen gesichtet. Zum Beispiel kam heut morgen auf dem Nationalparkklo ein Gecko samt Riesenspinne von der Decke geflogen, genau an den Platz wo ich (Steffi) 5sec. vorher gestanden bin...iihhhhhh!!!! Hat sich wohl mit der Groesse der Beute verschaetzt der Arme. Kaenguru und Koalas bisher nur in Tierpark gesichtet. Koalas sind zum piepen, ihr Gehirn ist so klein wie ein Daumennagel da sie alle Energie brauchen um den giftigen Eukalyptus zu verdauen. Wenn sie grade nicht 22Std. schlafen, fressen sie wieder oder sitzen mit ihrem Hintern in der dazu passenden Astgabel (Arschgabel) und kratzen sich. Wenigstens sind sie suess!!
Haben bisher immer selber gekocht da man recht gut und gesund einkaufen kann (inkl. Aldi), aber von gutem Brot haben die hier noch nie was gehoert. Kaufen immer das teure Vollkornbrot aus Deutschland. Alkohol muss man in extra Geschaeften kaufen und wenn man weggehen will, dann eher in ein Restaurant. Da wo wir bisher waren gab es noch keine Kneipen. Die Australier an sich sind sehr sportlich, meistens gut gebaut (surfen macht wohl ein Super-Body) und freundlich. Hallo heisst hier G'day, Tschuess ist See Y'a und das Lebensmotto: No worries mate!!
Heue sind wir in Brisbane angekommen. Ein Tag Stadt reicht uns mal wieder, aber so koenen wir ins Internet, denn in den kleinen Kaeffern an der Kueste werden um acht die Bordsteine hochgeklappt wenn sie ueberhaupt Internet haben.
Auserdem wollen wir unseren Flug nach Suedostasien umbuchen da wir dafuer mehr Zeit brauchen und uns 5 Wochen Strand und Kueste hier reichen. Es ist hier echt schoen, aber wir freuen uns dann auch wieder auf mehr fremdlaendische Kultur.
Aber die Highlights hier stehen ja erst noch an in den naechsten drei Wochen wo wir euch wieder auf dem laufenden halten...


Blue Mountains


Bierprobe im Hunter Valley (gegen die deutschen Biere haben die null Chance)
Na, neidisch.....??

Typischer Strand an der suedlichen Ostkueste

Unser Gefaehrt

Byron Bay (Hauptziel von vielen Backpackern)

Wasserfall im Springbrook National Park

Tropenwald im Tambourine National Park