13. Dezember 2008

Tango, Steaks und Muenzgeldkrise

Sind jetzt schon seit zwei Tagen in Buenos Aires und, nun ja, es ist eine grosse Metropole. Aber dass war's dann auch schon. Einfach nur ewige lange Strassen, fast kaum noch Kolonialstilhaeuser und nicht wirklich irgendein Sightseeing oder Platz der wirklich schoen ist. Dafuer echt schnuckelig und relaxt ist unser Hostel. Hat erst seit vier Monaten geoeffnet und ist total stilvoll und modern ausgestattet. Erst hatten wir ein Doppelzimmer mit genialem Bad, war leider nur fuer eine Nacht frei. Sind jetzt in ein vierer Dormitorium umgezogen, dass wir aber nur zu zweit bewohnen. Spart bares Geld! Auf der Terasse gibt es Sonnenstuehle, Haengematten und Grillstelle (und die Argentinier wissen wie man grillt!!), ausserdem ein Miniplanschbecken und ein paar Hanfpflanzen (zur Deko oder Gebrauch, wir wissen es nicht) ;-) Jeden Abend ist im "Aufenthaltsraum" was geboten. Am ersten Abend Pokernacht, gestern Tango und heute??? Die Besitzer feiern fleissig mit und wenn man um eins ins Bett will kommt: "C'mon, you can't go to sleep, your in Buenos Aires, the city that never sleeps (komisch, dachte den Slogan haben die New Yorker gepachtet). Grad eben laeuft "let it snow" im Hintergrund...da koennen die hier lange warten. Aber der Oberklops hier ist, dass es fast kein Muenzgeld gibt. ABER: Zum Bus fahren braucht man Muenzgeld und nur Muenzgeld. Und so rennt man wie ein Junkie auf der Suche nach dem naechsten Schuss durch die Viertel um sich ein bisschen Geld zum Busfahren zu wechseln. Das wird echt zur tagesfuellenden Aufgabe. Tag eins: Zu Fuss nach Recoleta um den alten Friedhof zu besuchen auf dem unter anderen Evita Peron liegt. Echt gruselig der Ort, wie aus einem Vampirfilm. Lauter Mausoleen hinter denen mit spinnwebendurchsetzten Gittern sich zweihundert Jahre alte Saerge tuermen. Danach unser letztes Muenzgeld dazu verwendet um in die Innenstadt zur Bank zu fahren und dort neues zu tauschen (geht nur in der Nationalbank). Standen dort vor verschlossenen Tueren. Dachte wir waeren nach fuenf Wochen reisen relaxt, doch Benni haette am liebsten jedem Anzugtraeger (hinter dem er einen Banker vermutet hat) eins uebergebraten. Also zu Fuss zurueck gelaufen, da Taxi zu teuer und U-Bahn Netz sehr sporadisch. Neuer Trick Tag zwei: Wir "sparen" uns unser Muenzgeld in den man was fuer ein paar Pesos ungrad kauft und auf Rueckgeld hofft. Aber die Saecke geben es einem einfach billiger nur dasss sie kein Muenzgeld rausgeben muessen. Man wuerde es am liebsten hier andersherum machen, als Touri die Einheimischen ueberfallen:Haende hoch, Muenzgeld her und behalt die grossen Scheine!! Sassen also wieder fest, nur diesmal nicht in Laufweite. Wollten schon die U-Bahn nehmen und den "Rest" laufen. Haben davor im Burgerking noch was zu trinken gekauft und siehe da, bekamen richtig viel Muenzgeld zurueck. Die bunkern also alles! Verdammte Amis. Nur dass dann in der Innenstadt eine Demo war und die ganzen Strassen verstopft, will heissen: aus Bus austeigen und wieder laufen. Dafuer ist es im Hostal superrelaxt mit mit netten Leuten from all over the world. Haben uns grad in der Gemeinschaftskueche lecker Pasta gekocht. Morgen geht's dann weiter nach Patagonien, jucheee. Hostel ist schon vorgebucht.




DAS ist ein Steak!!

Don't cry for me Argentina


Der kommt wohl nachts raus...und hat wohl im Suff die Tuer zerschmettert


Tango-Nacht in unserem Hostel
So schnell bekommt man hier nen Dr.-Titel ;-) (inklusive Platz)